Der SC Frosch Ägeri ist früher als erwartet aus den Play-off ausgeschieden. Trotzdem gibt es auch Positives. Die Zukunft wird aber sicher nicht einfacher werden.
Unter dem Strich nichts Zählbares Während die Play-off Halbfinals im Schweizer Herren NLA Wasserball in vollem Gange sind, befinden sich die Ägerer Spieler bereits in den Ferien. Die Saisonbilanz fällt äusserst zwiespältig aus. Resultatmässig hat der SC Frosch Ägeri herzlich wenig vorzuweisen. Im Schweizer-Cup, wo im Vorjahr noch der Einzug ins Finalturnier gelang, kam das Aus bereits im Viertelfinal gegen den späteren Cup-Sieger Lugano. Die mit viel Vorschuss Lorbeeren in die Meisterschaft gestarteten Frösche verteidigten zwar den vierten Qualifikationsrang bis zum Schluss, unterlagen aber in den Play-offs dem direkten Verfolger Genf bereits in den Viertelfinals und schieden damit eine Runde eher aus als im Vorjahr. Enttäuschendes Play-off Aus Eigentlich waren die Ziele für dieses Jahr viel höher gesteckt. Die Mannschaft sollte einen Schritt nach vorne machen und wieder ganz vorne mitspielen können. Sogar von einer Medaille war die Rede. Mit den wieder genesenen Finanzen wurden die Frösche auf der Tranferfront aktiv. Mit Peter Rusoran wurde ein hochkarätiger Trainer mit internationalem Ruf verpflichtet. Mit ihm wollte der SC Frosch Ägeri zu neuen Höhenflügen ansetzten. Mit Rusoran kam vom ungarischen Profiklub Fehérvàr Robert Vigh als zweiter Ausländer neben seinem Landsmann Gergely Fülöp ins Ägerital. Komplettiert wurde das Ungarische Quartett mit Teamchef Attila Külkey, welcher seit Jahren in der Schweiz lebt und in Horgen grosse Erfolge gefeiert hat. Vor diesem Hintergrund ist das frühzeitige Ausscheiden eine umso grössere Enttäuschung.
Was bleibt nun übrig? Bei genauerem Hinsehen, sieht der Leistungsausweis der Ägerer allerdings nicht so schlecht aus. Allem voran der überraschende Heimsieg gegen den Rekordmeister SC Horgen im letzten Qualifikationsspiel ist hoch einzustufen. Er zeigt was möglich gewesen wäre. Zuletzt gelang dies am 27. Februar 2006, also vor mehr als drei Jahren. Ebenfalls in guter Erinnerung bleibt der Cup-Viertelfinal Fight gegen Lugano im Hallenbad Leimbach. Obwohl Ägeri das Spiel knapp mit 9:8 verlor, forderten die Frösche dem Vize-Meister alles ab. Der besagte Schritt nach vorne wurde ganz klar geschafft, die einst grosse Lücke zu den Topteams Kreuzlingen, Horgen und Lugano ist deutlich kleiner geworden. Zu mehr als dem besagten Achtungserfolg gegen Horgen, reichte es dennoch nicht. Wie geht es nun weiter? Die grosse Frage ist, wie und in welcher Form bleibt die Mannschaft zusammen. Einige ältere Spieler haben bereits während der Saison Rücktrittgedanken geäussert. Auch auf der Trainierposition ist noch nicht klar, ob der Vertrag mit Rusoran verlängert wird oder ob die Frösche nach einem Jahr bereits wieder auf Trainiersuche gehen müssen. Doch noch ist nicht spruchreif. Präsident Christian Iten lässt keine Spekulationen zu: „Wir werden in den nächsten Tagen diverse Gespräche, in erster Linie mit dem Trainier aber auch mit den Spielern führen. Erst danach wissen wir mehr“. Einzig zwei Schlüsselpositionen sind gesetzt: Nationaltorhüter Hannes Iten wird sicherlich noch zwei bis drei Saison das Tor der Ägerer hüten. Auch der Ungare Gergely Fülöp, der einen weiterlaufenden Vertrag hat, wird trotz regem Interesse von diversen Klubs auch nächste Saison für die Frösche ins Wasser steigen. Keine Einfache Zukunft Je nach Ausgang der Gespräche steht die erste Mannschaft des SC Frosch Ägeri vor einem Umbruch. Zum einen müssen die jungen Spieler mehr Einsatzzeit erhalten und in die 1.Mannschaft eingebaut werden. Auf der anderen Seite will man auch in Zukunft attraktives und erfolgreiches Wasserball zeigen und die Lücke zu den Spitzenteams nicht wieder grosser werden lassen. Eine nicht einfache Gratwanderung. |