Zwei Ägerer hegen weiterhin berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz an der B-EM von Anfang September in Lugano. Für Hannes Iten ist der Traum von der Heim-EM allerdings geplatzt. Dafür stand Namensvetterin Sahra Iten an der Damen B-EM in Manchester für die Schweiz bereits im Einsatz.
Nach der Vorletzten Kaderreduktion von Headcoach Salviati figurieren Kevin Müller und Mark Zumbühl vom SC Frosch Ägeri im 16 Spieler umfassenden Aufgebot. Beide haben nun im dreiwöchigen Trainingslager in Lugano und Polen die Chance, sich für das definitive 13 Spieler umfassende EM-Kader zu empfehlen. Nicht mit dabei und als dritter Torhüter nur auf Pikett ist allerdings Hannes Iten, der aus schulischen Gründen die finale Vorbereitung nicht mitmachen kann. Newcomer des Jahres Für den 20-jährigen Kevin Müller ist bereits die Nomination für das 16-Mann Kader ein Erfolg, die Teilnahme an der B-EM wäre ein erster Höhepunkt in der noch jungen Karriere. Erst im September des letzten Jahres flatterte das erste Nati-Aufgebot ins Haus. Seither hat er sämtliche Selektionshürden und Kaderreduktionen überstanden. Auch in der Nationalen Meisterschaft hat sich der schussstarke Linkshänder beim SC Frosch Ägeri durchgesetzt und einen Stammplatz ergattert. EM-Teilnahme trotz Verletzungspech? Auch für den langjährigen Nationalspieler Mark Zumbühl ist das Verbleiben im Kader alles andere als selbstverständlich. Erst Ende Mai gab er nach einer langwierigen Fussverletzung sein Comeback in der NLA, nachdem er fast die ganz Meisterschaft verpasst hatte. Obwohl das Ägerer Eigengewächs im konditionellen Bereich noch Defizite aufweisst, kann und will Salviati nicht auf die herausragenden Abschlussqualitäten des 30-jährigen verzichten. Mit seinen harten und platzierten Weitschüssen ist er auch auf internationalem Parkett jederzeit für ein Tor gut. Auch die Routine wird in den Überlegungen des Italieners Salviati eine wesentliche Rolle gespielt haben: Zumbühl war schon bei der letzten B-EM-Teilnahme der Schweizer im Jahr 2000 in Malta mit dabei.
„A lot of work for the Swiss Team“ Wovon ihre beiden Vereinskollegen noch träumen, ging für Sahra Iten bereits in Erfüllung. Die noch nicht ganz 18- jährige Wasserballerin des SC Frosch Ägeri nahm vom 07. bis am 12. Juli 2009 an der Damen B-Europameisterschaft in Manchester teil. Für Sahra Iten war diese Teilnahme in jedem Fall ein Erfolgserlebnis, obwohl es aus sportlicher Sicht keine Grosstaten zu vermelden gibt. Die Schweizerinnen verliessen sowohl in der Vorrunde als auch im Klassierungsspiel um den 7. Rang das Wasser als Verliererinnen. Was die beiden Spielkommentatoren mit echt britischem Understatement „a lot of work for the Swiss Team“ treffend kommentierten. |