NWL: Trotz Niederlagen – Heimvorteil für Ägeri

Iten Thomas - 14.06.2010
Die Frösche kehren ohne Punkte aus den zwei Auswärtsspielen gegen Kreuzlingen und Genf ins Ägerital zurück. Besonders die Niederlage gegen Direktkonkurrenz Genf, dürfte die Ägerer ärgern.

Heimrecht noch nicht im Trockenen
Mit zwei Punkten in Genf, wäre der vierte Qualifikationsrang im Trockenen gewesen und damit auch das Heimrecht, in der in rund zwei Wochen beginnenden Play-off Zwischenrunde, definitiv auf Ägeris Seite. Vor der letzten Runde der Qualifikation haben die Calvinstätter nun aber punktemässig wieder zu Ägeri aufgeschlossen. Dank dem klar besseren Torverhältnis, ist der Heimvorteil für den SC Frosch Ägeri aber nur noch theoretisch in Gefahr. Auf den ersten Blick erscheint dieser nur als Detail am Rande. Doch in der Affiche Ägeri-Genf kann er zum entscheidenden Faktor werden. Die lange Reise und die Heimstärke der Genfer verleihen dem Heimrecht in dieser Best-of-3 Serie ein ganz besonderes Gewicht.
 
Start verschlafen – Spiel verloren
Mit einem gesunden Selbstvertrauen und berechtigten Hoffnungen, auch auswärts gegen den Meister bestehend zu können, reisten die Frösche an den Bodensee. Doch diese zerschlugen sich relativ schnell. Die Gäste aus Ägeri verpassten das erste und zweite Viertel, fanden überhaupt nicht ins Spiel und kassierten dafür die Quittung in Form eines deutlichen 6:2 Pausenrückstandes. Danach rappelten sich die Frösche zwar auf, erspielten sich vermehrt gute Torchancen und kamen allein im dritten Viertel zu 5 Toren. Doch der Schaden war bereits angerichtet. Zudem vermochten die Ägerer das offensiv starke Heimteam nicht in Schach zu halten und kassierten in der gleichen Zeit 7 Gegentore. Im ausgeglichenen Schlussabschnitt liessen sich die Kreuzlinger die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
 
Taktik schlecht umgesetzt
Noch vor zwei Wochen gelang den Fröschen gegen Genf ein klarer 16:11 Heimsieg. Nun folgte gegen den gleichen Gegner eine 14:11 Auswärtsniederlage. Ägeri’s Spielmacher Gergely Fülöp sieht zwei Gründe, warum es diesmal nicht zu einem Sieg reichte: „Unsere Taktik war die gleiche, doch wir haben sie nicht gut umgesetzt. Die Genfer zeigten sich zudem vor allem im Abschluss sehr kaltblütig.“ In der Offensive gelang den Gästen aus der Zentralschweiz eine gute Leistung. 10 Toren können durchaus reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Andererseits sind 14 Gegentore eine zu grosse Hypothek. Fülöp macht eine einfache Rechnung: „Wenn wir die Anzahl Gegentor auf 6 – 8 Tore reduzieren können, dann gewinnen wir“. Doch die Zonenverteidigung funktionierte für einmal nicht so gut wie gewohnt. Die Umstellung auf das 8 Bahnen breite Becken in Genf gelang den Frösche nicht wie gewünscht. Glücklicherweise hat diese Niederlage keine negativen Auswirkungen. Noch nicht. Dass Ägeri in der Play-off Zwischenrunde wie im Vorjahr auf Genf treffen wird, stand schon vor diesem Spiel fest. Auch der Heimvorteil ist so gut wie sicher. Die Frösche müssen aus diesem Spiel die richtigen Lehren ziehen und es in zwei Wochen, wenn es um den Einzug in den Play-off Halbfinal geht, besser machen.
 
SC Kreuzlingen : SC Frosch Ägeri             16:10     (4:2, 2:0, 7:5, 3:3)
Ägeri: 1 Hannes Iten, 2 Peter Szlaterics (3), 4 Ralf Flückiger, 5 Ruedi Hegglin, 6 Gergely Fülöp (2), 7 Yannick Blattmann, 8 Michael Kern, 9 Mark Zumbühl (1), 10 Marco Ziegler (1), 11 Christian Grau, 12 Lorenzo Valeo, 13 Robert Vigh (3)
Abwesend: Kevin Müller (Ausland), Lukas Braunreiter, Charly Kramer;
 
Genève Natation 1885 : SC Frosch Ägeri              14:11     (3:4, 4:0, 2:3, 5:4)
Ägeri: 1 Hannes Iten, 2 Peter Szlaterics (4), 3 Lukas Braunreiter, 4 Ralf Flückiger (1), 5 Ruedi Hegglin (1), 6 Gergely Fülöp (4), 7 Yannick Blattmann, 8 Michael Kern, 9 Mark Zumbühl, 10 Marco Ziegler (1), 11 Christian Grau, 12 Lorenzo Valeo, 13 Robert Vigh
Abwesend: Kevin Müller (Ausland), Charly Kramer (überzählig);
Die Frösche kehren ohne Punkte aus den zwei Auswärtsspielen gegen Kreuzlingen und Genf ins Ägerital zurück. Besonders die Niederlage gegen Direktkonkurrenz Genf, dürfte die Ägerer ärgern.