WNWL: Frosch Frauen vor Finaleinzug

Iten Thomas - 22.06.2010
Das Frosch-Frauen Team schafft nach einer nervenaufreibenden Schlussphase im ersten Auswärtsspiel in Genf das wichtige Break und geht in der Best-of 3 Serie mit 1:0 in Führung. Damit hat Ägeri den Heimvorteil auf seiner Seite und kann am Freitag im Heimspiel in Baar die Serie frühzeitig für sich zu entscheiden.

Ägeri dominiert die ersten drei Viertel
Vom viel zitierten Heimvorteil für die Genferinnen war von Beginn an nicht viel auszumachen. Stattdessen waren es die Gäste aus der Innerschweiz die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Keine Spur von Müdigkeit nach der langen Anfahrt an den Genfersee. Es passte alles zusammen. Die Pässe kamen an, das Timing stimmte. Zudem hatte Ägeri mit Sarah Köster die überragende Spielerin im Wasser. Sie verwertete die idealen Zuspiele ihrer Teamkolleginnen mustergültig und steuerte 5 Tore zum Erfolg bei. Mit schönen Kombinationen erspielten sich die Frosch-Girls bis Spielmitte einen komfortabler 6:10 Vorsprung.
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Den Sieg über die Zeit gerettet
Allerdings erlaubten sich die Ägererinnen ungewöhnlich viele Ausschlüsse. Insgesamt 19 Mal mussten sie in Unterzahl spielen. Dies führte zwangsläufig dazu, dass bereits zu Beginn des dritten Viertels Carol Flückiger und Muriell Quiquerez mit drei persönlichen Ausschlüssen ihre Badekappen aufschnüren mussten und im Trockenen zum Zuschauen verdammt wurden. Doch der Ägeri-Express rollte unvermindert weiter. Die Gäste entschieden auch das dritte Viertel mit 3:5 für sich und bauten die Führung auf 9:15 aus. Alles sah nach einem ungefährdeten Auswärtserfolg aus. Doch nach wenigen Sekunden im Schlussabschnitt, nachdem auch Fabienne Müller zum dritten Mal des Wassers verwiesen wurde, geriet der sicher geglaubt Sieg in Gefahr. Ohne Auswechselspielerin für die verbleibenden 8 Spielminuten sahen sich die Ägererinnen gezwungen, die Angriffszeit verstreichen zu lassen und auf Resultatverwaltung zu spielen. Das Heimteam witterte nun seine Chance. Mit einem harten Pressing provozierten sie Ballverluste und weitere Ausschlüsse. Beim Spielstand von 13:15 kassierte Petra Müller den dritten persönlichen Ausschluss. 1 Minute 31 Sekunden vor Abpfiff. Nur 20 Sekunden danach gesellte sich auch noch Sahra Iten ebenfalls mit drei persönlichen Ausschlüssen zu ihren Teamkolleginnen am Beckenrand. Die vier im Wasser verbliebenen Frosch-Girls sahen sich für die letzten Spielminuten sechs Genferinnen gegenüber. In einer äusserst hektischen und an Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase, in der zwischenzeitlich auch noch die Matchuhr stehen blieb und Coach Rafal Wocik die rote Karte gezeigt bekam, blieb Nadine Iten im Tor von Ägeri die Ruhe selbst. Sie hielt den Kasten dicht und sorgte dafür, dass den Genferinnen auch in doppelter Überzahl kein Tor mehr gelang. Ägeri schaffte das eigentlich Unmögliche und brachte den Sieg über die Zeit.
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Genève Natation 1885 : SC Frosch Ägeri           13:15        (3:4, 3:6, 3:5, 4:0)
Ägeri mit: 1 Nadine Iten, 2 Sarah Iten (1), 4 Sarah Köster (5), 5 Rebecca Müller, 6 Carol Flückiger (3), 8 Fabienne Müller (2), 9 Muriell Quiquerez (1), 10 Petra Müller (1), 12 Jill Kramer, 13 Tamara Iten (1) 
Das Frosch-Frauen Team schafft nach einer nervenaufreibenden Schlussphase im ersten Auswärtsspiel in Genf das wichtige Break und geht in der Best-of 3 Serie mit 1:0 in Führung. Damit hat Ägeri den Heimvorteil auf seiner Seite und kann am Freitag im Heimspiel in Baar die Serie frühzeitig für sich zu entscheiden.