Die Serie zwischen Genf und Ägeri hält was sie verspricht. Die Frösche schaffen das Re-Break, gewinnen in Genf mit 12:11 und gleichen die Serie zum 1:1 aus. Damit kommt es morgen Samstag zum alles entscheidenden 3. Spiel.
Das Team von Trainer Ferenc Elias stand nach der Niederlage im ersten Spiel der Best-of 3 Serie bereits unter Druck. Eine zweite Niederlage hätte das frühzeitige Saisonende bedeutet. Die Frösche hatten nur eine Chance, um die Startniederlage zu korrigieren. Aber Ägeri hielt dem Druck stand. Zum richtigen Zeitpunkt gelang auswärts in Genf die wohl beste Saisonleistung. Dabei zeigte sich eine Eigenschaft, welche die Mannschaft schon in der Qualifikation immer wieder ausgezeichnet hat. Der Kampfgeist und die Moral im Team. Das Team als Matchwinner Wie schon Spiel 1 war auch das zweite Aufeinandertreffen zwischen Genf und Ägeri hart umkämpft. Beide Teams schenkten sich nichts. Die Gangart war nicht zimperlich und wurde dem Ruf eines rauen Mannschaftssports mehr als gerecht. Die zwei Unparteiischen hatten alle Hände voll zu tun. Sie ahndeten auf beiden Seiten nicht weniger als 29 Ausschlüsse, wovon die Mehrzahl, 17, zu Lasten der Gäste aus der Deutschschweiz ging. Die sonst so kaltblütigen Genfer vermochten dies nicht zu ihren Gunsten auszunutzen. Die vielen Ausschlüsse führten aber unweigerlich dazu, dass Ägeri bald mit einem arg dezimierten Kader auskommen musste. Mit vorbildlichem Einsatz und einer tadellosen kämpferischen Team-Leistung konnten die Ausfälle aber kompensiert werden. Jeder stand für den anderen ein. Für Trainer Ferenc Elias war dies der Schlüssel zum Erfolg: „Ein grosses Kompliment an die Mannschaft. Trotz der vielen Ausschlüsse haben wir den Glauben an den Sieg nie verloren“. Ausschlüsse kosten fast den Sieg Beinahe wären die vielen Ausschlüsse den Ägerern aber doch noch zum Verhängnis geworden. Nach dem 11:12 Führungstreffer durch Kevin Müller blieben noch 3 Minuten zu spielen. Die Genfer drückten auf den Ausgleich. Scheiterten aber in zwei Überzahlsituationen an der kompakten Ägerer Verteidigung. Sekunden vor Spielende kassierte ausgerechnet Torhüter Hannes Iten nach einem unglücklichen Ausflug neben das Tor einen weiteren Ausschluss. Doch mit vereinten Kräften und mit dem Glück des Tüchtigen verhinderten die Frösche den Ausgleich in Extremis. In einer äusserst turbulente Schlussphase behielt Ägeri das bessere Ende für sich. Mahnende Worte vom Trainer Gleich nach dem Schlusspfiff ermahnte Ferenc Elias seine Spieler vor einer zu grossen Euphorie: „Wir haben noch gar nichts gewonnen. Geschafft ist lediglich der Ausgleich in der Serie. Wir brauchen am Samstag noch mal mindestens eine solche Leistung wie heute, um auch die Serie zu gewinnen.“ Während die Spieler am Boden bleiben müssen, ist beim Publikum Euphorie gefragt, ja sogar gefordert. Jetzt mehr den je. Denn die Frösche zählen auf eine grosse Unterstützung vom Beckenrand. Verdient hat es sich das Team allemal. Genève Natation 1885 : SC Frosch Ägeri 11 :12 (4 :4, 3 :2, 2 :4, 2 :2)
Ägeri: 1 Hannes Iten, 2 Peter Szlaterics (1), 3 Lukas Braunreiter, 4 Ralf Flückiger (1), 5 Ruedi Hegglin, 6 Gergely Fülöp (2), 7 Yannick Blattmann, 8 Michael Kern, 9 Mark Zumbühl (3), 10 Marco Ziegler (1), 11 Christian Grau, 12 Kevin Müller (1), 13 Robert Vigh (3) Abwesend : Lorenzo Valeo, Charly Kramer |