NWL: Die Frösche verlieren auch Spiel Zwei

Iten Thomas - 09.07.2010
Das zweite Spiel in der Play-off Halbfinalserie zwischen den Fröschen und Lugano endet letztlich mit dem erwarteten klaren Sieg für die Tessiner. Ägeri hielt das Spiel lange offen, musste sich aber dem Favoriten doch noch beugen. Lugano erwachte spät, dafür fiel die Reaktion umso heftiger aus.

Die Frösche wollten sich im möglicherweise letzten Heimspiel noch mal von ihrer besten Seite zeigen. Entsprechend engagiert und aufmerksam starteten sie in diese Partie. Das von Coach Ferenc Elias hervorragend auf diese Partie eingestellte Heimteam vermochte die schnellen Tempogegenstösse der Tessiner weitgehend abzufangen. Das erste Viertel endete ausgeglichen 2:2 und gab dem Heimteam sichtlich Mut. Mit gestärktem Selbstvertrauen kamen die Frösche ins zweite Viertel. Die Verteidigung arbeitete weiterhin gut, der Gast hatte Mühe, seine herausragenden Einzelspieler in Szene zu setzten. Im Ägerer Tor ersetzte Michael Kern den verletzten Stammkeeper Hannes Iten und stand diesem im nichts nach, vereitelte sogar zwei Penalties. Neben Goalie Iten musste Ägeri zudem ohne den gesperrten Ruedi Hegglin auskommen. Da auch Robert Vigh verletzungshalber fehlte, kamen die Jungen Spieler zu ungewohnt viel Einsatzzeit. Trotzdem boten die Frösche dem haushohen Favoriten die Stirn. In der Offensive riss Gergely Fülöp die Verantwortung an sich und war mit 5 Toren bester Werfer des Heimteams. Den zweiten Abschnitt entschieden die Frösche mit 4:3 gar zu ihren Gunsten. Sodass im Publikum während der grossen Pause schon von der möglichen Sensation die Rede war. Das 7:5 gleich zu Beginn des dritten Viertels nährte die Ägerer Hoffnung zusätzlich.
 
Die Gäste schlagen zurück
Dies war für die Tessiner nun aber zuviel des Guten. Gleichzeitig verliessen den ersatzgeschwächten Ägerern zusehends die Kräfte und so auch zunehmend der Glaube an den Sieg. Dies nutzen die Tessiner erbarmungslos aus. Eine Angriffswelle nach der anderen schwappte in Form eines Konters auf das Ägerer Tor zu. Es folgte eine bittere Schlussphase, in der der Favorit aus der Südschweiz doch noch zum erwarteten klaren Sieg kam. Doch Coach Ferenc Elias streicht das Positive heraus: „Trotz der Niederlage bin ich sehr stolz auf die Mannschaft. Wir mussten die Ausfälle von drei Stammspieler verkraften. Die Jungen Spieler haben alles gegeben und toll gekämpft. Leider reichten die Kräfte nicht bis zum Schluss“.
 
Herkules Aufgabe in Lugano
Die Frösche brauchen nun am Samstag im Spiel drei einen Sieg, um das Play-off Aus zu verhindern. Coach Ferenc Elias plagen aber weiterhin Verletzungssorgen und die Liste ist nicht kleiner geworden. Neu ist auch der Einsatz von Mark Zumbühl und Peter Szlaterics am Samstag fraglich. Die vielen Ausfälle machen die Aufgabe für die Ägerer noch schwerer, als sie ohnehin schon ist. Es braucht wohl schon mehr als ein Wunder, um das Ausscheiden zu verhindern. Doch in den Play-offs herrschen bekanntlich andere Regeln.
 
SC Frosch Ägeri : SN Lugano                      9: 18      (2:2, 4:3, 1:5, 2:8)
Freibad Lättich Baar
Zuschauer: 200
Ägeri: 1 Michael Kern, 2 Peter Szlaterics (1), 3 Lukas Braunreiter, 4 Ralf Flückiger, 5 Lorenzo Valeo, 6 Gergely Fülöp (5), 7 Yannick Blattmann, 8 Charly Kramer, 9 Mark Zumbühl (2), 10 Marco Ziegler, 11 Lorenzo Valeo, 12 Kevin Müller (1), 13 Robert Vigh (4)
Abwesend : Ruedi Hegglin (gesperrt), Robert Vigh und Hannes Iten (beide verletzt)